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Aktuellstes Spiel in der Datenbank: RW Essen - SC Preußen 1:0
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RL Nord, 12. Spieltag
Spieldatum: 18.10.2003

RW Essen - SC Preußen 1:0 (1:0)

Aufstellung RW Essen
Kirschstein - Bonan, Baumann , Kück - Ernst, Yildirim, Goldbaek, Lintjens (72. Köhler), Weigelt - Wolf (84. Van der Ven), Koen (78. Wedau)
Aufstellung SC Preußen
Gößling - Kuhn, Niang, Schyrba - Nischkowsky (84. Fiore), Piorunek, Heineke , Küsters , Bäumer - Antwerpen (77. Gockel), Milde
(Trainer: Peter Vollmann)
Tore: 1:0 Lintjens (13.)
Schiedsrichter: Koop
Zuschauer: 7439, Georg-Melches-Stadion
Rund ums Spiel: Interessierter Beobachter auf dre Tribüne: Hans Werner Moors. Eigentlich keine Überraschung, schließlich trainierte der Münsteraner, zuletzt in Kiel entlassen, schon beide Klubs. Ebenfalls auf dre Tribüne dabei waren die verletzten Gieseler und Matarazzo, nicht mit in Essen waren Bienemann und Schäper.
Spielbericht: Was soll man da noch groß schreiben? Es war ein Essen-Spiel wie schon so oft. Und wie schon oft standen die Preußen am Ende wieder mal mit leeren Händen da. Und erneut mit einem Spieler weniger - diesmal erwischte es Jörn Heineke, der selten dämlich an der Mittellinie von hinten in den mann ging und dafür korrekt die rote Karte sah. Allein schon wegen schwerer Blödheit muss diese Karte gegeben werden, Heineke hatte schon in Halbzeit eins die gelbe Karte gesehen und wird nun auch mindestens ein oder zwei Spiele ausfallen. Na Prost.

Es passt ins Gesamtbild, dass ausgerechnet der lange mit Münster in Verbindung gebrachte Sven Lintjens gegen die Preußen traf. Schon nach 13 Minuten und wie in letzter Zeit häufiger nach einer Standardsituation - diesmal wieder ein Freistoß. Solche Fehler nach ruhendem Ball machen die Preußen viel zu oft, zuletzt kostete das zwei Punkte gegen Neumünster.

Nun fiel das Gegentor nach 13 Minuten, Zeit genug also für eine Kurskorrektur. Aber da war gar nichts: Eine einzige Torchance in der gesamten ersten Halbzeit durch Tino Mildes Kopfball, den Kirschstein noch abwehrte. Das war schlicht alles, was den Preußen nach vorn hin einfiel. Essen hätte die erste Hälfte mit einem 3:0 abschließen können, zweimal rettete der Pfosten die Preußen. Auch sonst RW Essen klar besser und mit deutlich mehr Chancen. Allein sie nutzten sie nicht und das machte mit zunehmender Spieldauer auch das Publikum nervös. So gab es im Laufe der zweiten Halbzeit gar böse Pfiffe von den Rängen. Pfiffe gegen die eigene Mannschaft, die mehr als einen Gang zurückschaltete und Fehlpässe am laufenden Band produzierte. Oder einfach den besser postierten Mann nicht sah.

Anstatt die vorhandenen Räume auszunutzen, schob sich RWE den Ball zu, suchte Zweikämpfe, wo besser der Ball gelaufen wäre - und das sah einfach nicht mehr gut aus.
Und auf der Gegenseite? Hätten doch die Preußen den Mumm und das Können gehabt, RWE selber unter Druck zu setzen! Das ging bis in Strafraumnähe ganz ordentlich, keine Frage. Aber was dann an Ideen herauskam, segelte lang und hoch durch den Strafraum und wurde nicht einmal gefährlich. Null Torchancen, null gefährliche Szenen, null Ideen, gar nichts.

Keine Frage, die Preußen mühten sich, jeder suchte den Zweikampf und in der Abwehr hatten sich die Preußen da auch ganz ordentlich im Griff. Dass die Zuschauer unzufrieden waren mit ihrem RWE, lag sicher auch an den Preußen, die den Essenern einfach nicht viel Raum ließen.
Aber meine Güte! Was die Adler da nach vorn hin machten, das war traurig. Irgendwie gibt es da zwei Seiten der Preußen, die sich entweder vorne unendlich viele Chancen erspielen, aber hinten Anfängerfehler machen. Oder sie stehen ordentlich, aber es läuft nichts mehr nach vorn.
Wie auch immer. Am Ende stand eine erneute Niederlage zu Buche. Und das Gesamtbild Tabelle wird langsam zum echten Drama. Drei Punkte Rückstand auf die Plätze 16 und 15, aber schon einen Tabellenplatz darüber sind es fünf Punkte, und danach wird es nur noch böser. Die Preußen können im Moment nur um Platz 14 mitspielen - das ist traurig und extrem gefährlich.

Wie interessant, dass der Verein in Treue zu seinem Trainer steht und auch die Fans nach Abpfiff lautstark den Trainer feierten. Und auch die Mannschaft rückte diesmal geschlossen in Richtung Fanblock aus und holte sich den Applaus ab.

Alles ganz schön. Aber am Ende stehen null Punkte und der vorletzte Tabellenplatz. So gefährlich nahe war die Oberliga auch in den vergangenen zwei Jahren nicht. Die Frage ist, ob das allen so klar ist.


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