preussenfieber.de - Spieldatenbank zum Preußen Münster

Suche in 3524 Spielen des SC Preußen Münster

Aktuellstes Spiel in der Datenbank: FC Viktoria Köln - SC Preußen 4:1
Saison
Spieltyp
Gegner
Spielort?
Liga


Zurück zur Startseite

3. Liga, 11. Spieltag

Spieldatum: 25.09.2012, 19.00 Uhr

Alemannia Aachen - SC Preußen 1:2 (0:0)

Aufstellung Alemannia Aachen

Krumpen – Weber, Olajengbesi, Stehle, Baumgärtel - Schwertfeger, Erb - Müller, Brauer, Kefkir - Pozder (89. Borg)
Aufstellung SC Preußen

Masuch – Schöneberg, Kühne, Kirsch, Hergesell – Siegert (78. Menga), Bischoff, Truckenbrod, Grote – Nazarov (81. Königs), Taylor (90.+1 Scherder)
Trainer: René van EckTrainer: Dotchev, Pavel
Tore: 1:0 Pozder (48.), 1:1 Taylor (65.), 1:2 Taylor (84.)
Zuschauer: 12206, Spielort Tivoli
Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)
Gelbe Karten: Kefkir / Kühne, Schöneberg, Menga

Was für ein Abend am Aachener Tivoli. Der SC Preußen hat ein Spiel gewonnen, das eigentlich gar nicht gewonnen werden konnte. Und wenn etwas daraus zu lernen ist, dann die neugewonnene Souveränität, auch einmal Partien mit drei Punkten zu beenden, die das gar nicht hergeben.

Noch im alten Jahrtausend hatte Aachen die Preußen zuletzt empfangen. Damals, vor über zwölf Jahren an einem Frühjahrstag, vor rund 20.000 Zuschauern. Aachen gewann 1:0, die Preußen begruben ihre (ohnehin nur vagen) Aufstiegshoffnungen, stattdessen verabschiedete sich die Alemannia nach oben. Und legte einen ziemlichen Ritt hin - mit einer kurzen Rückkehr in die Bundesliga und einem erneuten Absturz.

Und offensichtlich geht es den Aachener in der 3. Liga wie den Preußen vor fünf Jahren nach dem Abstieg in die Oberliga. Alles ist irgendwie noch eingestellt auf eine höhere Liga, während der Alltag auf dem Rasen nicht so funktioniert wie geplant. Wenn dann noch Verletzungen dazukommen, entwickelt eine Saison eine ganz eigene Dynamik.

Preußen lassen kaum etwas zu

Mit dem wohl vorletzten Aufgebot ging Aachen in diese Dienstagabend-Partie unter Flutlicht gegen die Preußen und wurde später für einen engagierten Auftritt gefeiert. Zu Recht, denn die Aachener Truppe brachte vor nur noch 12.200 Zuschauern (eine Quittung für Aachens schlimmen Saisonstart) wenigstens Leidenschaft auf den Platz. Allerdings verdarb der Einsatz wohl auch einigen Betrachtern die Perspektive. Denn was Aachen über 90 Minuten zeigte, war nicht eben das Offensiv-Feuerwerk und der "eigentliche klare Sieg", zu dem dieses Spiel anschließend verklärt wurde. Münster stand gut, ließ übers ganze Spiel nur wenige echte Chancen der Gastgeber zu - das ist auch eine Realität dieses Spiels. Und hätten nicht Masuch und Kirsch gemeinsam einen gewaltigen Bock geschossen, hätte Aachen vermutlich gar keinen Treffer erzielt.

Und die Preußen? Die bringen derzeit entweder eine mannschaftliche Gesamtstruktur auf den Platz, die nur schwer zu knacken ist oder profitieren von individueller Qualität. Wenn es nicht läuft, dann ist oft ein Matthew Taylor oder ein Dima Nazarov oder ein Stefan Kühne oder ein Benjamin Siegert zur Stelle - kurze lichte Momente genügen dem SCP immer häufiger, um Tore zu erzielen.

Zuletzt gegen Bielefeld sorgte Siegert mit seinem Soloauftritt aus dem Nichts für eine Preußen-Führung. In Osnabrück schlugen die Adler zu, weil die Gastgeber patzten. Das Ausnutzern dieser Chancen ist ein Qualitätsmerkmal. In Aachen glichen sich die wenigen hochkarätigen Szenen aus: Schwertfegers Kopfball flatterte nur knapp am Preußen-Tor vorbei. Schönebergs Freistoß landete an der Latte.

Statistik führt in die Irre

Alemannias Ballbesitz, die Statistik der gewonnenen Zweikämpfe, die Zahl der Eckbälle, all das sprach für die Gastgeber. Und hatte doch keinerlei Wert. Aachen mag sich daran erfreuen und einen engagierten Auftritt feiern. Aber am Ende fehlte bei den Gastgebern schlicht die Qualität für einen eigenen Erfolg gegen die Preußen. Das mag man da nicht gern hören, zumal in Aachen reichlich Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden.

Der Schiedsrichter arbeite in Münster, das ist der Vorwurf, der ernsthaft für einen Protest herhalten soll. Na gut, er arbeitet in Münster und die Ansetzung ist mindestens unsensibel. Aber der Schiri pfeift eben auch für den niederrheinischen Klub 1. FC Kleve und ist für den Verband Niederrhein im Einsatz, zu dem auch Aachen zählt - also? Wer soll sich nun benachteiligt fühlen?

Das ist alles nur Ablenkung von der schlichten Tatsache, dass Alemannia Aachen gegen einen SC Preußen Münster verlor, der aus seinen wenigen Chancen etwas überraschend sogar zwei Tore produzierte und gegen den die Alemannia eben kein echtes Mittel fand. Nicht gut gespielt, trotzdem gepunktet. Eine Spitzenmannschaft eben. Schwer zu ertragen für den Gegner, aber eine ganz einfache Sache. Auch ohne Schiedsrichterschelte.


Zurück zur Startseite

Impressum und Datenschutzerklärung