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| RL Nord, 15. Spieltag Spieldatum: 29.10.2004, 00.00 Uhr | |
FC St. Pauli - SC Preußen 3:2 (2:1) | |
| Aufstellung FC St. Pauli Hollerieth - Lechner, Morena, Mazingu-Dinzey, Taljevic (63. Ansorge), Agu, Boll (86. Eger), Bounoua, Adrion, Gunesch, Akbel (82. Siberie) | Aufstellung SC Preußen Gößling - Heineke (46. Seidel), Bäumer, Tammen - Rose (74. Fiore), Hayer, Küsters, Vanek (82. Milde), Schäper - Gockel, Fischer |
| Trainer: Hans-Werner Moors | |
| Tore: 0:1 Fischer (25.), 1:1 Akbel (38.), 2:1 Morena (43.), 2:2 Fischer (54.), 3:2 Bounoua (72.) | |
| Zuschauer: 15772, Spielort Millerntor-Stadion | |
| Schiedsrichter: Markus Kuhl (Bornheim) | |
Gelbe Karten: Gockel, Heineke, Hayer / Lechner, Akbel | |
Heute wird nicht gekrittelt...Leidenschaftliche, mit großem Kampfgeist und bedingungsloser Hingabe. Die Preußen auf St. Pauli sorgten für die Schlaglichter und wurden am Ende bitter bestraft und mit einer Niederlage nach Hause geschickt, die wirklich weh tut, weil sie schlicht nicht verdient war.Aber es war ein großes Spiel. Ein großes Spiel von Stephan Küsters, der im Moment in einer unglaublichen Verfassung ist und die Spiele einfach an sich reißt, sich in jedem Zweikampf wirft und immer wieder gesucht und gefunden wird von seinen Mitspielern. Diesen Mann bitte sehr gut hegen und pflegen ;-) Überraschungen allenthalben in Hamburg: Statt Sören Seidel spielte Marcus Fischer. Und was für ein Spiel! Zwei blitzsaubere Tore, glänzend erzielt und eiskalt verwandelt. St. Pauli wird sich noch immer wundern über den katastrophalen Stellungsfehler in der Mitte, der Fischer einfach mutterseelenallein vor dem Tor auftauchen ließ und das 1:0 erzielen ließ. Und sein Ausgleich zum späteren 2:2 - ganz große Klasse. Aus der Drehung, bedrängt, dann eiskalt eingeschoben zum 2:2. In der Abwehr eine exeperimentelle Mischung aus Tammen, Bäumer und Heineke. Doch die geriet kaum einmal echt in Bedrängnis - einzig Festus Agu tanzte da hinten ordentlich durch die Reihe und versuchte es immer wieder mit Schüssen aufs Preußentor. Aber Gößling hier sicher und jederzeit auf dem Posten. Auf der Gegenseite war es der SCP, der die Akzente setztze. Da schüttelte Trainer Moors später in der Pressekonferenz den Kopf, als er anhören musste, dass Paulis Trainer eine bestimmende Mannschaft mit vielen Chancen gesehen hatte. Da schüttelten auch viele Presseleute mit ihren Köpfen. Tatsache ist, dass die Preußen nach dem völlig überraschenden 3:2 für den FC St. Pauli für exakt 21 Minuten bis zur 94. Minute die einzig spielende Mannschaft waren. Natürlich war St. Pauli oft nah am 4:2 - aber so sieht das eben aus, wenn eine Mannschaft mit Mann und Maus drückt und drängt. Das war nicht eigene Stärke der Gastgeber, sondern die natürlich auftretenden Lücken in der Abwehr, aus der längst der Rücken des Angriffs geworden war. Mit fünf Stürmern (!) griff der SCP an, Milde, Fiore, Gockel, Fischer und Seidel standen gemeinsam auf dem Platz und gaben alles. Es half aber am Ende nichts. Ein nervenaufreibendes Spiel, eine leidenschaftliche Partie, fand für den SCP kein gutes Ende. Und hier lag der Trainer der Gastgeber wieder richtig, als er später brummelig und etwas kleinlaut zugab, ein Unentschieden wäre gut möglich gewesen... Damit lag er zwar immer noch knapp daneben, aber was solls. Gegen diese Paulianer war ein Sieg drin. Und dass es genau der nicht wurde, ist die bittere Erkenntnis dieses Abends. | |
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