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| OL Westfalen, 11. Spieltag Spieldatum: 03.10.2007, 00.00 Uhr | |
SC Preußen - TSG Sprockhövel 0:0 (0:0) | |
| Aufstellung SC Preußen Joswig - Öztürk (84. Krause), Özkara (C), Matlik, Wissing - Ivicevic, Aktas - Ornatelli (46. Scherping), Kara, Lauretta (87. Magos) - Erzen | Aufstellung TSG Sprockhövel Lindenblatt - Schulz, Balaika, A. Meister, R. Meister, Kundrotas (78. Hajra), Gavranovic, Winczura, Homann (61. Yeboah), Kerstiens, Beckmann (C) |
| Trainer: Roger Schmidt | |
| Tore: | |
| Zuschauer: 5236, Spielort Preußenstadion | |
| Schiedsrichter: Michael Bernhart (Bergisch-Gladbach) | |
Gelbe Karten: Ivicevic, Matlik / Homann | |
Es gibt Spiele, in denen steckt einfach der Wurm. Ausgerechnet gegen den Aufsteiger TSG Sprockhövel musste sich der SC Preußen am Ende mit einem 0:0 zufrieden geben. Nachdem zuvor auch die anderen beiden Aufsteiger Wiedenbrück und Gladbeck den Preußen jeweils zwei Punkte weggeschnappt hatten, scheint irgendwie klar: Die Aufsteiger liegen den Adlern wohl nicht... Vor erneut über 5200 Zuschauern kam das Spiel in der ersten Halbzeit nicht recht in Fahrt. Die Preußen versuchten es, aber kamen lediglich bis zum Strafraum durch. Und wenn es einmal aussichtsreicher wurde, fehlten Konzentration oder einfach der energische Abschluss. Mehmet Kara wurde von Michael Erzen nach zehn Minuten mit einem tollen Zuspiel auf die Reise geschickt, aber dann war niemand mitgelaufen und Kara bremste sich mit einem erzwungenen Dribbling selber aus. Eine gute Viertelstunde später war es David Lauretta, der zwar in einem tollen Solo in den Strafraum fand, aber mit einem zu ungenauen Querpass den mitgelaufenen Erzen anspielte. Vorzugsweise über die linke Seite fand das Spiel am Mittwoch statt, aber Chancen sprangen nicht heraus - bis zur 39. Minute. Da musste die Führung eigentlich fallen. Ornatelli und Kara kamen mit ihren Schüssen im Sekundentakt nicht durch. Da war im Strafraum der Gäste kurzzeitig Chaos ausgebrochen, das die Preußen nicht nutzten. In der zweiten Hälfte wandelte sich das Spiel: Die Preußen kamen energisch aus der Kabine heraus, setzten die TSG unter Dauerdruck. Sprockhövel verschanzte sich vor dem eigenen Strafraum und verlegte sich vollständig auf Defensivarbeit. So wirkte der SCP natürlich drückend überlegen, doch dauerte es bis zur 60. Minute, ehe die nächste echte Torchance heraussprang. Aber was für eine! Michael Erzen drehte einen Schuss von der rechten Seite an das Toreck, von dort prallte der Ball ins Spielfeld zurück! Keine Frage, eine Führung hätte sich der SCP längst verdient. Doch schon in dieser Phase wurde augenfällig, dass es die Preußen gegen die massive Gästedeckung mit ihren Dribblings übertrieben. Anstatt einfach mal den Torschuss zu suchen, kam immer noch eine Drehung, ein Querpass. So machten sich die Preußen das Leben unnötig schwer. Fünf Minuten nach Erzens Pfostentreffer stand der Stürmer wieder im Mittelpunkt. David Laurettas Schuss konnte Torwart Lindenblatt gerade noch nach vorn abwehren, dort stand Erzen völlig frei und traf mit seinem Schuss nicht das (fast) leere Tor, sondern den einzig verbliebenen TSG-Spieler auf der Torlinie! Die Fans rauften sich die Haare. Noch blieben den Preußen über 20 Minuten, aber das erlösende Tor wollte nicht mehr fallen. Die letzte Chance für die Preußen gab es Sekunden vor dem Abpfiff, als Timo Scherping mutterseelenallein mit einem Kopfball das Tor knapp verfehlte - da hatten die Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Am Ende ein unglückliches Unentschieden, das sich die TSG Sprockhövel allerdings verdient hatte. Gäste-Trainer Wasilewski: "Münster ist für mich immer noch die Ausnahmemannschaft. Vorher haben uns alle gefragt, ob wir vier oder sechs Dinger kriegen. Wir haben uns den Punkt verdient. In der ersten Halbzeit waren wir vielleicht etwas zu ängstlich, aber wir haben da Selbstvertrauen getankt und sind so auch in die zweite Halbzeit reingegangen. Wir haben 90 Minuten lang gearbeitet, irgendwann holen wir den ersten Dreier". Preußen-Trainer Schmidt: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Aber so schlecht, wie die Tabelle es zeigt, ist die TSG nicht. Leider haben wir kaum einen Angriff zum Abschluss gebracht, dabei hatten wir einige hochkarätige Chancen. Man nennt uns immer eine Ausnahmemannschaft. Heute hat man gesehen, was dabei herauskommt. Wir müssen das hier schnell aus den Köpfen kriegen." | |
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