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RL Nord, 14. Spieltag

Spieldatum: 23.10.2004, 00.00 Uhr

SC Preußen - Hamburger SV II 1:4 (1:0)

Aufstellung SC Preußen

Gößling - Niang, Neunaber, Heineke (63. Fiore), Schyrba - Bäumer (75. Sirin), Schäper, Küsters, Rose - Gockel, Seidel (67. Milde)
Aufstellung Hamburger SV II

Horn - Leschinski, Zott, Schmidt, Joy - Hampel, Laas (90. Petersen), Hanke, Kling, Haas, Baich (89. Adewumni)
Trainer: Hans-Werner Moors
Tore: 1:0 Küsters (28.), 1:1 Haas (57.), 1:2 Hampel (60.), 1:3 Baich (75.), 1:4 Adewumni (90.)
Zuschauer: 2350, Spielort Preußenstadion
Schiedsrichter: Karl-Josef Metzger (Aachen)
Gelbe Karten: Seidel / Boy, Hanke, Zott, Haas

Sehr traurige Sache, an deren Ende eine erneute Heimklatsche steht. Ärgerlich, weil die U23 des HSV in der ersten Halbzeit praktisch gar nicht stattfand. Dass der WDR später behauptete, der HSV habe gut gespielt, kann nur ein Witz sein. Denn der SCP hatte die Sache klar im Griff, die Führung durch Stephan Küsters war völlig verdient und klar in Ordnung. Der HSV hatte schlicht nur eine einzige Chance im Spiel, operierte natürlich gefällig und nutzte die vorhandenen Räume für schnelle Spielzüge. Aber eben ohne daraus Nutzen zu ziehen. Haas prüfte einmal die Qualität der Preußendeckung, als er zwei Minuten vor der Pause Neunaber auf der Linie zu einer Rettungstat zwang. Der Ausgleich hätte hier fallen können, wäre aber nicht verdient gewesen.
Die Geschichte dieses Spiels in der ersten Halbzeit wäre damit auch schon fast erzählt.

Der HSV kam allerdings deutlich engagierter aus der Pause und störte den SCP sehr früh. Den Preußen kam dabei leider die Linie abhanden, und doch hätte das 2:0 für den SCP fallen müssen. Doch Jens Bäumer vergab allein vor Adrian Horn den Treffer. Das Spiel wäre sicher entschieden gewesen. Vielleicht waren sie von der vergebenen Chance noch irritiert - aber direkt im Gegenzu fiel das 1:1. Viel zu zögerlich agierte die Abwehr der Preußen, gleich drei Mann schauten nur zu, wie Haas zum Ausgleich traf. Das war blamabel. Noch schlimmer, weil Hampel ähnlich couragiert die Abwehr des SCP stehen ließ und satt zum 1:2 traf. Das Spiel war gedreht und damit auch erledigt für den SCP.
Was dann folgte, war das übliche Spektakel, das der SCP immer bietet. Ohne jede Gegenwehr, ohne Engagement in den Zweikämpfen sahen die Gastgeber zu, wie der HSV das ganze locker herunterspielte und noch zwei Törchen oben drauf legte. Am Ende muss es immer peinlich werden, weil der SCP sichtlich keine Lust mehr hat auf Gegenwehr. Dann lässt man sich gepflegt auskontern, steht blöd daneben, während die Gegenspieler sich in aller Ruhe den Ball zupassen dürfen.

Dutzende und Dutzende solcher Spiele hat der SCP seinen Zuschauern in den vergangenen Jahren gezeigt, es reicht.


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