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| 3. Liga, 3. Spieltag Spieldatum: 10.08.2013, 14.00 Uhr | |
SC Preußen - RW Erfurt 3:3 (1:1) | |
| Aufstellung SC Preußen Masuch - Siegert (85. Kirsch), Schmidt, Kühne (74. Krohne), Hergesell - Piossek, Truckenbrod, Bischoff, Grote - Kara (63. Manno), Taylor | Aufstellung RW Erfurt Klewin - Odak, Laurito, Kleineheismann, Czichos - Möhwald, Pfingsten-Reddig, Engelhardt, Öztürk (73. Fillinger) - Brandstetter (61. Stolze/90.+3 Möckel), Tunjic |
| Trainer: Dotchev, Pavel | Trainer: Walter Kogler |
| Tore: 0:1 Brandstetter (10.), 1:1 Bischoff (11.), 1:2 Tunjic (53.), 1:3 Stolze (82.), 2:3 Manno (87.), 3:3 Bischoff (90.+1/Foulelfmeter) | |
| Zuschauer: 7465, Spielort Preußenstadion | |
| Schiedsrichter: Norbert Giese (Großräschen) | |
Gelbe Karten: Kara / Brandstetter, Odak, Laurito | |
| Rote Karten: Tunjic (67. Tätlichkeit) | |
Ein ungewöhnliches Spiel im Preußenstadion. Eine Halbzeit lang war der SCP das klar bessere Team, bestimmte die Partie. Dann ging in der zweiten Halbzeit die Ordnung flöten, Erfurt übernahm die Regie, führte wenige Minuten vor Abpfiff noch mit 3:1. Und kassierte dennoch das 3:3... Erfurt hatte sich in den Jahren zuvor schon als unbequemer Gegner erwiesen. Das bestätigte der Ex-Klub von Pavel Dotchev. Früh gingen die Gäste in Führung, weil Torschütze Brandstetter Stefan Kühne mit einer schnellen Drehung ausspielte und dann flach zum 1:0 einschob. Der Gegenzug der Preußen hatte es in sich: Doppelpass, Bischoff frei, der ebenfalls ins lange Eck. Im Anschluss bestimmte der SCP das Spiel. Echte Großchancen sprangen dabei nicht heraus. Vor allem nicht, weil es die Preußen wie gewohnt übertrieben. Hier noch eine Drehung, dort noch ein Dribbling, immer noch einen eleganten Kurzpass später... war Schluss. Mit dem 1:1 ging's in die Pause, aber immerhin schien klar: Die Preußen würden gewinnen, wenn sie eine ihrer vielen guten Ansätze mal zu einem Torschuss bringen würden. Denkste. Erfurt kam energisch aus der Kabine. Das Tor bekamen sie dennoch geschenkt. Ein Rückpass auf Masuch kam zugegeben schon irgendwie blöd an (halbhoch), aber Masuch spielte den Ball dann eigentlich noch nicht in höchster Gefahr schlampig nach vorn - und traf den zwei Meter vor ihm postierten Tunjic, von dessen Bein der Ball ins Tor prallte. Ein Riesenbock, den man nicht alle Tage sieht. Und der zeigte Wirkung. Münster nach dem 1:2 völlig von der Rolle, vogelwild. Erfurt setzte ein ums andere Mal gefährlich nach und hätte deutlicher führen müssen. Siegert rettete gegen Öztürk, Bischoff klärte vor der Linie einen Ball von Engelhardt, Brandstetter scheiterte. Die Preußen überstanden diese Drangphase der Gäste mehr mit Glück als mit Verstand. Scheinbar schwächte sich Erfurt dann aber selbst. Tunjic ließ sich zu einem Tritt gegen Schmidt hinreißen. Für die Tätlichkeit gab es völlig richtigerweise Rot. Aber in Überzahl war der SCP nicht mehr wert als zuvor. Im Gegenteil. Erfurt hatte die Sache gut im Griff, setzte immer wieder gefährliche Angriffe, während sie die Preußen zugleich erfolgreich von ihrem Strafraum fernhielten. Das sah nicht gut aus, was die Adlerträger da auf den Platz brachten. Die Entscheidung scheinbar nach 82 Minuten. Pfingsten-Reddig legte den Ball quer, Stolze schob ein zum 3:1. Da dachten eigentlich alle, dass die erste Heimniederlage in 2013/2014 früher als erwartet kommen würde. Münster setzte alles auf Offensive und löste die Viererkette auf, vorne wirbelten jetzt Taylor, Manno, Krohne, dazu die offensiven Außen Piossek und Grote. Verzweiflung. Drei Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit zeigte Manno, was er kann. Einen Ball von der Strafraumgrenze hob er elegant ins Tor-Eck, ein Traumtor. Das belebte die Preußen für die letzten Spielminuten, auch das Publikum. Noch ein Angriff, Bischoff durch, aber auf der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Und da die Strafraumgrenze zum Strafraum zählt, gab's folgerichtig Elfmeter. Bischoff selbst trat an, setzte den Ball an den linken Innenpfosten und ins Tor - 3:3! Es war noch nicht Feierabend. Euphorisierte Preußen setzten noch einmal nach, Patrick Kirschs Kopfball strich knapp übers Tor - dann war endlich Feierabend. Erfurt enttäuscht, natürlich, die Preußen dagegen mit einem gefühlten Sieg gegen starke Gäste. | |
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