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| RL Nord, 3. Spieltag Spieldatum: 10.08.2002, 00.00 Uhr | |
SC Preußen - SG Wattenscheid 09 3:3 (0:0) | |
| Aufstellung SC Preußen Stuckmann - Sloot, Schyrba, Küsters - Putz (54. Harf), Gunkel, Lodter , Sylla (77. Castilla), Bienemann - Döpper (80. Becker), Antwerpen | Aufstellung SG Wattenscheid 09 Renno - Stuckmann, Teichmann (82. Nolden), Bach - Grauer, Dikhtiar, Matlik, Puschmann, Hamit Altintop - Löbe, Halil Altintop (61. Stamer) |
| Trainer: Neale Marmon | |
| Tore: 1:0 Antwerpen (2.), 1:1 Hamit Altintop (33.), 2:1 Antwerpen (39.), 3:1 Bienemann (88.), 3:2 Löbe (89.), 3:3 Dikhtiar (90.) | |
| Zuschauer: 1820, Spielort Preußenstadion | |
| Schiedsrichter: Stachowiak | |
Musste das sein? Wattenscheid kam, mal wieder, und spielte, mal wieder, den Spielverderber. Niemand sollte künftig bei Spielen gegen Wattenscheid mehr denken, ein Zwei-Tore-Vorsprung eine Minute vor Ende sei die Vorentscheidung. Wattenscheid dachte das auch nicht und traf innerhalb von nur zwei Minuten zum Ausgleich. Dabei machte den Preußen zunächst nur das Wetter zu schaffen: Strömender Regen schon Stunden vor dem Spiel, das kostet in Münster sofort die Hälfte der Zuschauer. Man bleibt dann lieber zuhause und liegt auf dem Sofa. Echte Fans eben. Egal, 1.800 Fußballfans waren dann doch da, darunter auch etwa 100 aus Bochum. Und es dauerte gerade zwei Minuten, da traf Goldköpfchen Antwerpen schon wieder per Kopf zum 1:0 - da sah Torwart Renno auch später im Fernsehen nicht so gut aus. Danach passierte aber vor allem eines: Nicht viel. Wattenscheid kontrollierte die Partie, dann hatte Münster mal wieder ein bisschen mehr von der Partie. Aber auf beiden Seiten Chancen Mangelware. Ein schneller Konter brachte dennoch das 1:1 - weil Peter Schyrba gegen Altintop nicht schnell genug mitkam und ihn auch nicht mehr stören konnte, schob der trocken an Stuckmann vorbei zum 1:1 ein. Das war wirklich dumm gelaufen, denn Chancen gab es vorher für die Gäste kaum. Aber die Preußen wenig geschockt. Fast im Gegenzug hätte Antwerpen das 2:1 machen können, traf aber nur den Pfosten. Und weil der Ball von dem zu Döpper zurücksprang, der aber im Abseits stand, zählte sein Abstaubertor leider nicht. Egal, denn tatsächlich nutzte Antwerpen seine nächste Chance direkt wieder zum Tor: Per Kopf gegen die Laufrichtung von Renno. Ganz schön gemütlich trudelte der Ball über die Linie, Renno konnte da nur noch blöde hinterher schauen. So ging es in die Pause. Keine weiteren Veränderungen in der zweiten Halbzeit: Schön war das Spiel der Preußen über die Flügel, Sylla und auch Bienemann und Lodter flankten immer wieder von den Seiten in den Strafraum. Das sieht gut aus und ist immer für Tore gut. So blieb das alles wie es war - bis Christian Bienemann sich ein Herz fasste und die halbe Wattenscheider Abwehr samt Torwart Renno narrte. Aus ganz spitzem Winkel traf er zum 3:1 - das musste einfach die Entscheidung sein in der 87. Minute. Doch dann kassierten die Preußen zwei Treffer der Marke \"saublöd\" nach Standardsituationen. Und so etwas darf einfach unter keinen Umständen passieren: Wer 3:1 führt, darf nicht und unter keinen Umständen zwei Tore in zwei Minuten kassieren. Schade, dass Stuckmann bei beiden Toren ganz, ganz schlecht aussah. Zumindest das 3:2 ging ganz klar auf seine Kappe - der Ball rutschte ihm schlicht unterm Körper durch. Das war verschenkt, vergeben. Vier Punkte statt sechs Punkte - immerhin Münster weiter vor Essen... Und das schreibt der Kicker: Die Preußen überzeugten streckenweise und hatten in Antwerpen den überragenden Spieler. SG- Keeper Renno war aber an allen Gegentoren beteiligt, Münsters Qualität bestand darin, die Chancen zu nutzen. Gegen Ende schien der SCP nach dem 3:1 auf Siegeskurs, dann aber verlor Münster die Nerven. Bach mit einem Sonntagsschuss und Dikhtiar als Abstauber sorgten für den glücklichen Ausgleich. ";"Was der WDR da wieder gesehen hatte, bleibt wohl sein Geheimnis. Ein wirklich schlechtes Spiel, fußballerischere Rohkost machte der WDR in seinem Bericht aus Münster aus. So schlecht fand nur der WDR das Spiel, denn die Preußen zeigten vielen gute Ansätze. Und spannend wurde es hinterher ohnehin noch. Aber der WDR eben... Schicke Einlage von Antwerpen: Sein Gegenspieler streichelte ihm nach einem Zweikampf den glatten Schädel, woraufhin Anto wie vom Blitz getroffen zu Boden schlug. Keine Ahnung, was ihn da geritten hat. Immerhin stand er schnell wieder. | |
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