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OL Westfalen, 5. Spieltag

Spieldatum: 24.08.2007, 00.00 Uhr

SC Preußen - SV Schermbeck 5:1 (3:1)

Aufstellung SC Preußen

Joswig - Öztürk (73. Aktas), Matlik, Özkara (C), Wissing (81. Magos) - Lauretta, Ivicevic, Kara, Wassey (84. Ornatelli), Seggewiß - Erzen
Aufstellung SV Schermbeck

Dirr – Konowski, Nawatzki, Hahn, Zepanski (C) (56. Esper) – Köse, Nachtwey (46. Kaul), Holtheuer, P. Herzog (28. Cholewinski)- Hackenfort, Bendig
Trainer: Roger Schmidt
Tore: 1:0 Kara (10.), 2:0 Wassey (22.), 2:1 Bendig (34.), 3:1 Lauretta (40.), 4:1 Erzen (65.), 5:1 Ornatelli (86.)
Zuschauer: 4150, Spielort Preußenstadion
Schiedsrichter: Markus Schüller (Korschenbroich)
Gelbe Karten: Lauretta, Wissing / Esper

Ein Fußball-Abend endet als rauschende Ballnacht. Was der SC Preußen am Freitagabend gegen den SV Schermbeck präsentierte, sorgte für Jubel auf den Rängen und Ernüchterung bei den Gästen. Deren langjähriger Trainer Martin Stroetzel fand nach Abpfiff klare Worte: "Wir sind mit diesem Tollhaus hier nicht klar gekommen. Wir sind eben doch ein Bauernverein", übertrieb er etwas. Was er mit seiner lockeren Bemerkung eigentlich sagte, war etwas anderes. An diesem Abend war Münster einfach nicht das Maß für den SV. Nur phasenweise konnte sich Schermbeck aus der Umklammerung der Preußen befreien und kam so immerhin zu einem Tor gegen die Gastgeber. Patrick Bendig, jetzt mit vier Toren auf dem Konto, traf in einer kurzen Verschnaufpause der Preußen zum 1:2. Da hatten die Preußen allerdings schon deutlich vorgelegt: Mehmet Kara und Massih Wassey hatten mit ihren Treffern die Preußen nach 22 Minuten mit 2:0 in Führung geschossen. Weitere Tore wären möglich gewesen, Ivicevic traf mit einem Freistoß nur die Torlatte, Wasseys Abstaubertor fand knapp aus dem Abseits statt.

Es lieg recht rund bei den Münsteranern. Immer wieder nahmen die Preußen über die Flügel Tempo auf, David Lauretta bearbeitete seine Seite mit viel Schwung. Im Mittelfeld verteilte Mehmet Kara kluge Pässe und vorne ackerte Michael Erzen gewohnt stark. Nach dem schnellen 2:0 ließen es die Preußen für einige Minuten ruhiger angehen und kassierten prompt den Gegentreffer. Doch schon sechs Minuten nach dem Anschluss rückte eben jener David Lauretta die Verhältnisse wieder zurecht. Für den verletzten Stürmer Marco Antwerpen hatten sich Lauretta und Wassey etwas ausgedacht: Nach ihren Treffern präsentierten sie unter ihren Trikots T-Shirts mit den Aufschriften "Anti für alle" und "Alle für Anti". Eine Geste, die Lauretta eine gelbe Karte einbrachte, weil er sein Trikot etwas zu weit lupfte. Doch das wird der Preuße verschmerzen können.

Nach der Pause ließen es die Preußen zunächst etwas gemächlicher angehen. Doch alle im weiten Stadionoval hatten den Eindruck, dass die Preußen jederzeit würden zulegen können. Und so taten sie es auch: Michael Erzen feierte sein 4:1 besonders energisch. Der immer bewegliche Stürmer hatte seit dem Spiel in Wiedenbrück nicht mehr getroffen und viele Chancen vergeben. Gegen die Abwehr der Gäste setzte sich Erzen durch und traf dann flach. Den Schlusspunkt setzte der just zuvor eingewechselte Massimo Ornatelli. Danach war alles nur noch Jubel und Feierei.


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