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| OL Westfalen, 34. Spieltag Spieldatum: 03.06.2007, 00.00 Uhr | |
SV Lippstadt - SC Preußen 1:0 (1:0) | |
| Aufstellung SV Lippstadt Mandic - Rasic, Schulte, Mainka, Issa, Özkaya, Neumann, Hustadt (C), Öztürk (59. Eickel), Dyballa, Seidel (87. Kruphölter) | Aufstellung SC Preußen Joswig - Talarek, Mehnert (80. Thamm), Brüggemeyer - Piorunek, Toku, Ende, Wassey (68. Caspers), Seggewiß - Sowislo, Kampf |
| Trainer: Gockel, Carsten | |
| Tore: 1:0 Seidel (37.) | |
| Zuschauer: 1000, Spielort Waldschlösschen | |
| Schiedsrichter: Frank Meiwes | |
Gelbe Karten: - / Hustadt | |
Auf der Geraden gegenüber der kleinen Tribüne, unter Bäumen, standen Marco Antwerpen, Ansgar Brinkmann und Grover Gibson. Die Arme verschränkt und meistens mit starrem Blick verfolgten sie, was ihre Kollegen unten auf dem Rasen veranstalteten. Und als am Ende der Schiedsrichter Spiel und Saison abpfiff, war nur mehr Schulterzucken angezeigt. Ein ratloser Blick zurück, mehr ist nicht drin. Diese Saison wurde mit Anlauf zerstört, sagenhafte 17 Punkte Rückstand auf den Meister und nur Platz 6 - das ist ohnehin schon kaum zu ertragen und ein Armutszeugnis für ein Team, das personell deutlich mehr zu bieten gehabt hätte. Dabei ähnelte das Spiel - erneut entgegen anderslautender Spielberichte der Westfälischen Nachrichten - durchaus der Partie gegen Gütersloh. Der SC Preußen hatte Spiel und Gegner über weite Phasen im Griff und deutlich mehr Ballbesitz. Immer wieder raunten die Lippstädter Zuschauer angesichts leichtsinniger Ballverluste ihres SV. Ein flotter Beginn wurde gekrönt von der ersten echten Chance: Sören Seidel knallte den Ball aus spitzem Winkel ans Toreck. Dann auch die Preußen durch Piorunek, dessen Schuss Lippstadts Torwart eben noch zur Ecke klären konnte. Dann war es zunächst vorbei mit großen Chancen, das Spiel lief vor sich hin. Bis der SV wieder mal in Tritt kam: Mainka scheiterte völlig frei vor Joswig und setzte den Ball viele Meter über das Preußentor. Nur fünf Minuten später war es dann doch geschehen. Preußens Abwehr stand einmal neben sich, Seidel staubte ab zur Führung. Nach der Pause gehörte die Partie dann klar dem SCP. Fast ein halbes Dutzend Chancen und Torschüsse in nur wenigen Minuten nach Wiederanpfiff. Wassey vergab, Sowislo vergab, Piorunek vergab... der Ball wollte nicht ins Tor. Aufregendes gab es nicht mehr. Nach einer Stunde musste ein harmloser und unauffälliger Öztürk vom Platz. Mainka stand noch einmal im Mittekpunkt, als er an Joswig scheiterte. Mehr war nicht. Das Spiel endete mit dem Sieg für den heimischen SV, der damit seinen Fans noch einen netten Ausklang bescherte. Und es passt ins Bild, dass genau das beim SCP nicht klappte. Eine Mannschaft, die schon seit Monaten keine Lust mehr hat, konnte das Spiel am Ende auch nicht mehr drehen. Gut, dass wir viele Spieler nicht mehr sehen müssen. Es wird aber nicht mehr so einfach sein, die eigenen Fans zu begeistern. Nach endlosen Jahren voller Hoffnung war diese Saison einfach der negative Höhepunkt. Vorfreude auf die neue Saison ist gestrichen, viele alte Fans sind völlig konsterniert und desillusioniert. Und wen kümmert es schon, dass andere Teams wie Kiel, Saarbrücken, Darmstadt oder Chemnitz das gleiche Schicksal teilen? 17 Punkte auf Verl. Das ist die Realität, die vor zwölf Monaten niemand geglaubt hätte. | |
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